archaikon

Ein traditionelles HANDwerkertreffen

Zum Inhalt:

In der Tradition der seit 2002 mit Unterbrechung stattfindenden Grünholztreffen findet 2017 zum dritten mal das archaikon statt.

Bei diesem offenen Austausch traditionell und archaisch arbeitender HANDwerker und HANDwerkerinnen wollen wir voneinander lernen und uns gemeinsam inspirieren.

Diese Treffen ist bewußt Gewerksübergreifend.

Hierfür arbeiten wir an gemeinsamen Projekten, vom Handwerkzeug, welches zunächst diskutiert und dann vor Ort zum Beispiel in Zusammenarbeit von Schmied und Grünholzschnitzer umgesetzt wird wie etwa ein Spalteisen, bis zum reinen Kunstobjekt, welches gewerksübergreifend entsteht und den Geist des möglichst reinen HANDwerks atmet.


Symposium (griech: Symposion) bedeutet im eigentlichen Sinne:

Zusammenkunft zum Wein trinken.
In diesem Sinne "Prost"

Unsere schöne Tafelrunde 2015


Tafelrunde

Die Teilnehmer, Gäste und Besucher:

Zu unserem Treffen sind als Teilnehmer alle geladen, die sich meinen in diesem Sinne, im Sinne des Austauschs und der gegenseitigen Inspiration, einbringen zu können und zu wollen und die sich unter oben genannter Adresse anmelden. Sei es als Pfeilbauer, als Schmied, als Wippdrechsler, Bogenbauer, Holzschnitzer oder Steinzeitkeramiker, Filzer, Maler, Koch oder Musiker etc.

Gäste (Familienangehörige, Freunde, und andere Menschen die sich angesprochen fühlen) die das Treffen unterstützen wollen, auch wenn Sie aufgrund fehlender Erfahrungen nicht am eigentlichen Austausch teilhaben können, sind nach Anmeldung wärend des ganzen Treffens willkommen.

Markttag am Sonntag

Besucher des Treffens haben die Möglichkeit am öffentlichen Markttag am Sonntag die Ergebnisse des Symposiums zu bestaunen und sich mit den Teilnehmern und Gästen auszutauschen.

Es werden an diesem Tag Erzeugnisse des archaischen Handwerks ausgestellt und Vorführungen gemacht. Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit sich beim Drechseln, Schnitzen und anderen Angeboten selbst zu betätigen.

Die ausstellenden Gewerke werden auf dieser Seite rechtzeitig vor dem Treffen angegeben.

Der Veranstaltungsort:

Das archaikon findet 2017 zum zweiten mal im Museumsdorf Diesdorf statt. Hier haben wir vor einer wunderbaren Kulisse viel Raum zum Arbeiten. Genutzt werden kann die Fläche in und vor der Hilmsener Scheune.


Diesdorf

Zum Schluss noch ein schöner Text von Carl Malmsten von 1949:


„Die Hand ist eins mit dem Menschen. Sie ist die ständig verfügbare Dienerin seiner Liebe und seines Lebenswillens. Indem die ausübende Hand all seine Werke beseelte, haben Hand und Geist ihm in jahrhundertelangem, schaffendem Zusammenwirken seine Heimat und seine Kultur aufgebaut.

Aber durch das Voranschreiten der Industrialisierung zerbrechen Schritt für Schritt die organisch gewachsenen Arbeits- und Gesellschaftsformen, die die Voraussetzungen für diesen Einfluß menschlicher Wärme in der von uns geschaffenen Welt waren.

Künstlerische Ausdrucksfähigkeit ist nur noch einer Minderheit vorbehalten und verliert ihre natürliche Verankerung im Volk und in einer tief verwurzelten Allgemeinkultur, wie sie aus der Arbeit von Generationen und den Eigenarten unzähliger Landschaften hervorgegangen ist.“

„Die alte volkstümliche Kunst entspringt dem gleichen mystischen Gefühl für die Totalität des Lebens wie die Spiele der Kinder. Darum erlöst sie uns aus dem hemmenden Griff der Gewohnheit. Der Umgang mit alten bäuerlichen Dingen ist für das Formgefühl ein Reinigungsbad, das von abgenutzten Schablonen und, wie das Leben in der Natur, dem, der das Echte sucht, ursprungsfrische Impulse schenkt.“

Carl Malmsten „Reich der Mitte“ / 1949
Gefunden in „Schwedische Schnitzschule“ von Wille Sundqvist ( ISBN 3-87870-712-6)






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